WIR IN DORSTEN GEGEN RECHTS

Zeichen setzen gegen rechts

Ein Beitrag von Ruth Lange

Unser Bündnis hat am 5. September 2020, eine Woche vor der Kommunalwahl, bei strömendem Regen noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt:

  • GEGEN DIE ZUNAHME DES RECHTSPOPULISMUS,
  • GEGEN RECHTSEXTREMISMUS,
  • GEGEN DIE ZUNAHME VON GEWALT
  • GEGEN RESPEKTLOSIGKEIT GEGENÜBER DER POLIZEI, DER FEUERWEHR , DEM RETTUNGSDIENST UND DER GESELLSCHAFT,
  • GEGEN DIE DISKRIMINIERUNG VON MENSCHEN AUFGRUND IHRER HERKUNFT, HAUTFARBE, GESCHLECHT, RELIGION ODER SEXUELLER ORIENTIERUNG.

Ein Zeichen im Sinne unseres Leitbildes und in Anlehnung an den in dieser Woche im Rat der Stadt beschlossenen „Stadtdialog Dorsten“, den hoffentlich viele Dorstener*innen mittragen und unterschreiben werden.

  • FÜR DEN ERHALT UNSERER DEMOKRATIE,
  • FÜR DIE EINHALTUNG UNSERES GRUNDGESETZES, das so in keinem Land der Welt existiert und das durch die Ewigkeitsklausel auch bei Verfassungsänderungen nicht angetastet werden darf und die Menschenwürde für die Ewigkeit schützt.
  • TOLERANZ UND RESPEKT JEDEM GEGENÜBER
  • DIE VIELFALT IN UNSERER GESELLSCHAFT.

Die Demonstration begann auf dem Platz der Deutschen Einheit. Wir wissen natürlich, dass „Einheit“ hier das Zusammenwachsen des bis 1989 getrennten Deutschlands beschreibt. Doch  die „Einheit“ allgemein hat in unserer Gesellschaft  in den letzten Jahren deutliche Risse bekommen.

Unsere Gesellschaft ist gespalten, nicht nur in immer ärmer und immer reicher. Sondern es gibt leider auch immer mehr Gegner unserer Demokratie, unseres Grundgesetzes, unseres Rechtsstaates.

Dazu trägt nicht allein eine etwaige Unzufriedenheit mit Regierung und Politik oder die soziale Schieflage bei, dazu tragen in großem Maße die Rechtspopulisten, die Identitären und all die anderen rechtsextremistischen Gruppen bei, die zzt. unter dem Deckmantel von „Anti-Corona“ ausufernde Demonstrationen organisieren und so unser liberales, demokratisches, rechtsstaatliches System ausnutzen, obwohl sie es auf der anderen Seite rigoros ablehnen. Natürlich sind nicht alle Anti-Corona Demonstranten Rechtsextremisten, sie lassen sich nur leider vor deren Karren spannen.

Dabei sind nicht mal diejenigen am gefährlichsten, die unseren Reichstag, das Symbol unserer Demokratie,  versuchen zu stürmen. Für wesentlich gefährlicher halte ich die Rechten, die inzwischen bei viel zu vielen mit ihren unsäglichen Botschaften angekommen sind und die, immerhin demokratisch gewählt, schon längst im Bundestag sitzen!

Sicher ist:  Auch „Wir sind das Volk“ und Gott sei Dank zzt. noch der weitaus größere Teil im Vergleich zu den Populisten und Extremisten. Aber wir müssen aufstehen und uns wehren. Wir müssen, so wie heute hier in Dorsten, mutig und entschlossen unser Zeichen gegen diese immer größer werdende Gefahr von rechts setzen.

Durch unser Kreuz auf dem Stimmzettel am 13. September haben wir die Möglichkeit unserer Überzeugung Ausdruck zu verleihen und uns für diejenigen zu entscheiden, von denen wir überzeugt sind, dass sie unsere Verfassung erhalten und diese Wert schätzen.

Wir stehen für den Erhalt unserer freiheitlich, rechtsstaatlichen Demokratie, für Toleranz anders Denkenden gegenüber, wenn sie nicht eine Gefahr für unser Land und jeden Einzelnen darstellen. Wir stehen für Menschenwürde, Respekt und Vielfalt. 

Und wir leben danach.

Foto aus dem Video von Julian Schäpertöns