WIR IN DORSTEN GEGEN RECHTS

Gemeinsam stark gegen Rechts

Ein Beitrag von Luisa Altegoer

“Solidarität grenzenlos – Jede Stimme zählt!” – Unter diesem Motto fand am vergangenen Samstag unsere Demo am Platz der Deutschen Einheit statt. Sie stellte den krönenden Abschluss der vielen Aktionen dar, mit denen wir in den vergangenen Wochen immer wieder auf unser Anliegen aufmerksam gemacht hatten: “Sagt nein zu Rechts! Wählt demokratisch!”

Rund 100 Menschen entschieden sich, gemeinsam mit uns laut zu sein und ein starkes Zeichen gegen Rechts zu setzen. Ein fettes Dankeschön an alle, die da waren und uns unterstützt haben – wir haben uns mega gefreut, ihr seid großartig!

Die Demo startete am Platz der Deutschen Einheit – mit lauten Trommeln wurde Stimmung eingeheizt, bevor Hannah Hortlik mit ihrer Rede noch einmal allen klar machte, warum wir uns versammelt hatten: Einen Tag vor den Bundestagswahlen 2021 wollten wir zeigen, wie wichtig es ist, demokratische Parteien und nicht die AfD zu wählen. Die AfD – eine Partei, die undemokratisch und menschenverachtend ist, die Rassismus, Hass und Hetze befeuert, die sich klar gegen Gleichberechtigung, Integration und Klimaschutz stellt.

Es folgten zwei weitere Redebeiträge von Kim Wiesweg zur Queer-Politik und Fiona Benning zu Klimapolitik und was sich hier noch ändern muss, bevor wir gemeinsam laut tönend durch die Stadt zogen: “Nein zur AfD! Nein zur AfD! Nein zur AfD!”. Der Demozug schlängelte sich über die Recklinghäuser Straße auf den Marktplatz und von dort über die Lippestraße und den Willy-Brandt-Ring zurück zum Platz der Deutschen Einheit. Am Marktplatz machten wir noch einmal halt – unmittelbar vor dem Wahlstand der AfD wiederholten wir unsere Rufe.

Zurück am Platz der Deutschen Einheit erwartete die Demoteilnehmenden noch eine Überraschung. Eine Gruppe von Sprayern hatte auf einem großen Transparenz in bunten Farben den Schriftzug “Dorsten gemeinsam gegen Rechts” gesprüht. Nachdem die Respekttafel im Stadtsfeld in den letzten Wochen immer wieder mit beleidigenden und diffamierenden Kritzeleien beschmiert worden war, war das ein klares starkes Zeichen dagegen – gut lesbar, auffallend, bunt!

Dann informierte Manuel Droletz von der Seebrücke Waltrop uns darüber, wie dramatisch die Situation in vielen Flüchtlingslagern ist, in welche Lebensgefahren Flüchtende sich begeben müssen und auch darüber, wie schlimm die Lage auch für Geflüchtete hier in Deutschland ist – es wurde klar, hier muss sich etwas ändern! Im Anschluss hörten wir eine weitere Rede von Luisa Altegoer zu Feminismus und wie dieser für alle eine Bereicherung darstellen kann, bevor wir ein letztes Mal deutlich machten “Seid solidarisch! Wählt demokratisch!”

Auch wenn die Ergebnisse der Wahl sicherlich deutlich machen, dass unser Ziel noch lange nicht erreicht ist und sich noch viel ändern muss… In unseren Augen war die Demo ein voller Erfolg – noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die da waren, sich selbstverständlich an alle (Corona-)Regeln gehalten haben und friedlich mit uns demonstriert haben!
Zusammen sind wir stark!